Formale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Hausarbeit

Themenwahl:

• Ausgangspunkt: Gibt es Autoren oder Texte, die mir besonders gut gefallen haben, oder die ein Thema betreffen, das mich besonders interessiert?

• Material sammeln: Bibliografieren; kritische Lektüre der in Frage kommenden Texte (Primär- und Sekundärliteratur); welche Seminarmaterialen kann ich weiterverwenden

• Schwerpunkte setzen und Thema entwickeln: Thema eingrenzen und Titel formulieren (der ggf. durch noch durch einen Untertitel präzisiert werden kann

Gestaltung des Deckblatts:

• Art und Titel der Veranstaltung

• Name des Dozenten / der Dozentin

• Semester

• Titel der Arbeit, Art der Arbeit

• Name, Matrikelnummer, Adresse, Telefonnummer, Email-Adresse (für Rückfragen und Terminabsprachen)

• Fächer mit Semesteranzahl, Studienziel

Inhaltsverzeichnis:

• inhaltliche Gliederung / Seitenzahlen

Gliederung der Arbeit

• die Einleitung enthält in der Regel:

• Angaben zur Themenwahl (Relevanz des Themas, aktueller Kontext)

• Eingrenzung des Themas

• Einordnung in übergeordnete Zusammenhänge (z.B. das Thema des Seminars)

Ziel der Arbeit

• Angaben zur Materiallage und -auswahl

• zentrale Fragestellungen

• Erkenntnis leitende Interessen

Aufbau der Arbeit: Warum wurde gerade diese Vorgehensweise gewählt?
der Hauptteil

• definiert die Begriffe (wobei dies keine Frage von richtig oder falsch, sondern eine der Zweckmäßigkeit im Blick auf die eigenen Erkenntnisanliegen ist)

• erprobt die Arbeitshypothese

• argumentiert anhand von Belegen

• behandelt das Thema gemäß der in der Einleitung formulierten Fragestellung und der Erkenntnis leitenden Interessen

• stellt die Literatur zum Thema dar, diskutiert sie und befragt sie kritisch, um daraus einen eigenen Standpunkt zu entwickeln

• Unterkapitel behandeln einzelne Aspekte der Fragestellung
Exkurse

• „erklärende, zusätzliche, auf das Thema bezogene, aber nicht unbedingt notwendige Informationen“, die aus der eigentlichen Argumentation herausführen

• (eher sparsam einsetzen, damit der „rote Faden“ nicht verloren geht)

Schluss

• Zusammenfassung

• abschließende Beurteilung in Bezug auf die eingangs formulierte Fragestellung

• Ausblick

Zitate

• Zitate – auch Paraphrasen! – immer kenntlich machen und die Quelle angeben!

• Zitieren Sie immer aus den Originaltexten! Übersetzungen sind nur ein Hilfsmittel und müssen immer am Originaltext überprüft werden.

• Die Zitierweise (ob vollständig in einer Fußnote oder in Kurzform, die auf das Literaturverzeichnis verweist) steht Ihnen frei, sollte aber einheitlich sein.

• Achten Sie auf die korrekte wissenschaftliche Transliteration russischer Namen und Begriffe!

Fußnoten, Endnoten, Anmerkungen:

• enthalten Quellenangaben für Zitate und Paraphrasen sowie Erläuterungen, die über den Text hinaus gehen

• Keine Behauptung ohne Beleg !!

Der „rote Faden“

• passgenaue Formulierung des Titels bzw. Präzisierung durch einen Untertitel (passt die Arbeit, die ich geschrieben habe, zu dem Thema, dass ich mir in der Überschrift gestellt habt?)

• Rückbindung der Kapitel an die eingangs aufgestellten Thesen

• Fußnotenmanagement: Ausgliederung von Material in die Anmerkungen (z.B. Zusatzinformationen, Exkurse, weiterführende Literaturhinweise usw. )

Literaturverzeichnis :

• Alle in der Arbeit erwähnten, paraphrasierten oder zitierten Texte müssen im Literaturverzeichnis erscheinen; alle im Literaturverzeichnis aufgeführten Titel müssen in der Arbeit (zumindest in einer Fußnote) erwähnt sein.

• Aktuelle Sekundärliteratur verwenden, soweit vorhanden (hat den Vorteil, dass ältere Arbeiten i.d.R. bereits berücksichtigt sind).

• Es gibt viele Möglichkeiten, Literaturangaben zu gestalten. Mindestangaben sind: Autor, Titel, Ort, Jahr; bei Aufsätzen u. dgl. die Seitenzahlen. Auch hier sollte die Gestaltung einheitlich sein.

• Sonderfall: Internetquellen. Gedruckte Quellen sind (wenn vorhanden) vorzuziehen, weil sie einer stärkeren Kontrolle unterliegen.

• Bevorzugen Sie seriöse Internetquellen: der Urheber (Autor oder Institution) sollte kenntlich gemacht sein, ebenso wie der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Im Zweifelsfall sollten Sie begründen und verantworten können, warum Sie sich gerade auf diese Seite beziehen.

• Achten Sie immer darauf, auf welche Quellen sich der Urheber einer Internetseite beruft.

• In der Fußnote zitieren Sie Internetquellen wie folgt: http://…… (Datum des Abrufs);

• im Literaturverzeichnis geben Sie den Urheber, das Entstehungsjahr sowie die Adresse der Hauptseite an.

• Archivieren Sie die Seiten, auf die Sie verweisen, auf ihrem Computer.

• Aktualisieren Sie die Quellen kurz vor der Abgabe der Arbeit; sollte eine Seite nicht mehr erreichbar sein, merken Sie dies an und verweisen auf Ihr Archiv.

Zum Schluss noch einige allgemeine Bemerkungen:

• Zeigen Sie, dass Sie sich in ihrem gewählten Themenbereich auskennen (aktuelle Sekundärliteratur).

• Wählen Sie den Themenbereich nicht zu groß – es ist sinnvoller, einen Aspekt ausführlich zu behandeln, als die große Romaninterpretation auf 15 Seiten zu wagen. So vermeiden Sie, dass Ihnen die Arbeit über den Kopf wächst.

• Bleiben sie bei kontrovers diskutierten oder emotional aufgeladenen Themen sachlich.

• Schreiben Sie die Arbeit so, wie Sie sie gerne lesen würden: Sind alle Quellenangaben nachvollziehbar? Entspricht die Arbeit dem gewählten Titel? Ist die Argumentation nachvollziehbar? Lässt sich der Text gut lesen? Enthält sie alle Informationen, die für das Thema von Belang sind?

• Und: Schreiben Sie nicht so, wie Sie glauben, dass es jemand von Ihnen erwartet. Es ist Ihre Arbeit, und Sie allein müssen sie verantworten.

• Schließlich: die Übernahme von Hausarbeiten aus dem Internet ohne Quellenangabe gilt als Plagiat und als Täuschungsversuch (und zieht entsprechende Sanktionen nach sich). Beachten Sie, dass zukünftig jeder Seminararbeit eine entsprechende Erklärung beiliegen muss.

Weitere Informationen und Hinweise:

Literatur- und Kulturwissenschaftliche Hausarbeiten

http://www.slavistik.rub.de/index.php?leitfaden

Sprachwissenschaftliche Hausarbeiten

http://www.slavistik.rub.de/index.php?arbeiten_sprachwiss

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